EEGs in Wien
Wien hat eine junge, aber dynamische EEG-Szene. Die größte ist die EEG Wien (eegwien.at), ein gemeinnütziger Verein, der seit August 2025 aktiv ist und bereits mehr als die Hälfte der Wiener Bezirke mit EEG-Angeboten versorgt.[2] Die besondere Herausforderung in Wien ist die urbane Struktur: Dichte Bebauung bedeutet wenig Dachfläche pro Wohneinheit. Das erhöht die Bedeutung von Gemeinschaftsanlagen (GEA) auf Mehrparteienhäusern und regionalen EEGs. Die Wiener Netze bieten eine kostenlose Beauskunftungskennzahl an, mit der man sofort prüfen kann, ob eine lokale oder regionale EEG für die eigene Adresse möglich ist.[3]
Quelle: EEG Wien / eegwien.at, April 2026
Wiener Netze GmbH
Gebrauchsabgabe Wien: Als einziges Bundesland erhebt Wien eine kommunale Gebrauchsabgabe von ca. 6% auf das Netznutzungsentgelt. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch sind das ca. 10 Euro Aufschlag pro Jahr. Die Abgabe ist in der Wiener Gebrauchsabgabenordnung geregelt und durch einen Anbieterwechsel nicht vermeidbar.[4]
Auch in Wien gilt ab 1. April 2026 der neue Sommer-Nieder-Arbeitspreis: 20 % Rabatt auf den Netzarbeitspreis täglich von 10–16 Uhr (April bis September). Voraussetzung: Smart Meter mit aktivierter Viertelstundenmessung (Opt-In über das Kundenportal von Wiener Netze GmbH). Bei gezielter Verbrauchsverlagerung (Waschmaschine, Geschirrspüler, E-Auto-Ladung in die Mittagsstunden) sind spürbare Ersparnisse möglich.[1]
Quellen: E-Control SNE-VO BGBl. II Nr. 305/2025 · smartmeter-portal.at März 2026 · durchblicker.at · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026
PV, Speicher & Wärmepumpe in Wien fördern lassen
In Wien sind Bundes- und Landesförderungen kombinierbar. Der wichtigste Bundesfördertopf ist der EAG-Investitionszuschuss — der nächste Fördercall startete am 23. April 2026.
| Förderung | Ebene | Betrag | Details | Frist |
|---|---|---|---|---|
| EAG-Investitionszuschuss PV | Bund | bis 150 €/kWp | Max. 30% Netto-Kosten, bis 100 kWp. Gilt in Wien für Standard-Dachanlagen (Bundesförderung). | 23.4.–11.5.2026 |
| Wien: PV-Fassadenförderung NEU | Land Wien | max. 30% der Kosten | Ab 1. Mai 2026 (Budget 7 Mio €). Fassaden-PV, Verschattungsanlagen, Mehrgeschoßwohnbau. Standard-Dachanlagen NICHT mehr durch Wien gefördert. | ab 1.5.2026 |
| Heizungstausch Wärmepumpe | Bund | bis 8.500 € | Bundesförderung 'Sauber Heizen' bei Ersatz fossil → Wärmepumpe. Einkommensschwache bis 100%. | bis 31.12.2026 |
| IFB Photovoltaik Unternehmen | Steuer | 22% Steuerersparnis | Investitionsbedingter Freibetrag für PV + Speicher. Max. €220.000 pro Unternehmen. Bis Ende 2026 beauftragen. | bis 31.12.2026 |
Quellen: EAG-Abwicklungsstelle (OeMAG) · eag-abwicklungsstelle.at · Landesförderungen: jeweilige Landesstellen · Zuletzt geprüft: Mai 2026
Wien — Energieprofil
Wien hat eine Sonderstellung in Österreich: Während andere Bundesländer auf Wind und Sonne setzen, dominiert Fernwärme das Wärmebild — rund 55 Prozent der Wiener Haushalte werden von Wien Energie mit Fernwärme versorgt.[5] Diese soll bis 2040 vollständig dekarbonisiert werden. Im Strombereich ist Wien stark importabhängig — die eigene PV-Erzeugung deckt bisher nur einen Bruchteil des Stadtbedarfs. Die Wiener Sonnenstrom-Offensive treibt den Ausbau an: 2025 wurden 4.644 PV-Förderfälle bearbeitet, 2026 liegt der neue Fokus auf Fassadenanlagen. Bis 2030 sollen PV-Anlagen auf einer Fläche von über 500 Fußballfeldern entstehen.[1]
FAQ zur Energiewende in Wien
Quellenstand: Mai 2026.